Vom Kaufmann EFZ zum Höheren Wirtschaftsdiplom – Cedric erzählt von seinem Weg.

Mehr Benedict geht kaum: Cedric Buschauer absolvierte seine kaufmännische Grundbildung bei Benedict. Auch das Praktikum, das Teil der Ausbildung ist, machte er bei Benedict. Nach dem Abschluss zog es ihn von Luzern nach Bern, wo er der Benedict treu blieb. Erst kürzlich erlangte er das Höhere Wirtschaftsdiplom VSH Management, das er an der BBS/BVS absolvierte – der Kaderschule von Benedict. Wo sonst?

Du hast kürzlich den Lehrgang zum Höheren Wirtschaftsdiplom absolviert. Was hat dich dazu motiviert?

Ja, genau! Im Mai 2025 startete ich an der BBS/BVS Business School den Lehrgang zum Höheren Wirtschaftsdiplom VSH Management, den ich im Januar 2026 abschloss. Ich habe mich für diesen Lehrgang entschieden, weil es mein Ziel ist, längerfristig verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen. Das Höhere Wirtschaftsdiplom schafft eine gute Basis für den Einstieg ins Kader. Zudem baut der Lehrgang thematisch auf der kaufmännischen Grundbildung auf, und ich konnte ihn gut mit meiner Berufstätigkeit vereinbaren.

Wovon hast du bei dieser Weiterbildung am meisten profitiert?

Am meisten profitiert habe ich von den Einblicken ins Management. Ich verstehe heute viel besser, wie eine Firma als Organisation funktioniert und wie strategische Entscheidungen entstehen. Besonders spannend war für mich zu sehen, worauf es im Berufsalltag wirklich ankommt und wie man Abläufe stetig verbessern kann. Im Unterricht haben wir uns zum Beispiel damit beschäftigt, Unternehmensstrategien zu analysieren und umzusetzen, Finanz- und Controllinginstrumente anzuwenden oder Marketing- und Verkaufsstrategien zu entwickeln. Auch Themen wie Mitarbeitende führen und weiterentwickeln, Prozesse optimieren, Projekte steuern sowie der Einsatz digitaler Tools und KI-Anwendungen waren ein wichtiger Teil des Unterrichts.

Hattest du je Zweifel, ob der HWD-Lehrgang das Richtige für dich ist?

Ich bin motiviert und voller Lernfreude in die HWD-Weiterbildung gestartet. Trotzdem hatte ich insbesondere zu Beginn Zweifel, ob dies der richtige Schritt ist und ob ich bereit dazu bin. Rückblickend war meine Unsicherheit jedoch vollkommen unbegründet. Deshalb kann ich es auch jedem empfehlen, sich weiterzubilden. Ich betrachte es als Investition in mich selbst und in die eigene Zukunft. Ausserdem lernt man als Mensch ohnehin nie aus, weshalb mir diese Möglichkeit zur Horizonterweiterung sehr gefällt.

Meilenstein – Höheres Wirtschaftsdiplom HWD VSH Management.

Mit dem Ziel, langfristig höhere Aufgaben zu übernehmen, absolvierte Cedric Buschauer im Jahr 2025 das Höhere Wirtschaftsdiplom HWD VSH Management.

Auf dem Foto gratuliert Marcel Stähli, Schulleiter Benedict Bern, Cedric zum erfolgreichen Abschluss.

Du hast dich nicht nur bei Benedict aus- und weitergebildet, sondern arbeitest heute auch dort.

Ja, genau. Ich habe sowohl meine kaufmännische Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis als auch mein Praktikum an der Benedict absolviert – die Grundbildung in Luzern und das Praktikum in Bern. Nach dem Abschluss der Grundbildung kannte ich die Abläufe an der Schule bereits gut. Da meine Arbeit als Praktikant sehr geschätzt wurde, konnte ich eine vakante Stelle an der Benedict Schule in Bern übernehmen. Meine damalige Berufsbildnerin sowie der Schulleiter Marcel Stähli waren überzeugt, dass ich gut ins Team passen würde. Seit 2023 arbeite ich nun als Sachbearbeiter Handel/Kader.

Weshalb hast du dich nach der obligatorischen Schule für die Grundbildung bei Benedict entschieden?

Ich kannte das Ausbildungskonzept der schulisch organisierten Grundbildung als Alternative zur klassischen Berufslehre vorher nicht, fand es jedoch spannend. Zudem hat mir das Kursangebot sehr zugesagt. Notabene ist die Schule in diesem Bereich sehr stark, weshalb mich die Benedict in Luzern – nebst der schönen Seelage – direkt überzeugt hat. Da ich ein sehr analytisch denkender Mensch bin und mir organisatorische sowie planerische Aufgaben besonders liegen, habe ich mich für die kaufmännische Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis entschieden. Vor allem die schriftliche Kommunikation und die Arbeit mit Zahlen machen mir grosse Freude.

Kauffrau EFZ und Kaufmann EFZ

Die Benedict Schulen bieten mit der schulisch organisierten Grundbildung eine Alternative zur klassischen KV-Lehre. Absolventinnen und Absolventen schliessen mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) ab und haben danach die gleichen Berufschancen wie nach einer konventionellen Berufslehre. Nebst dem schulischen Teil gehört auch ein bezahltes Vollzeitpraktikum zur Grundbildung.

Wie hast du deine Grundbildung bei Benedict erlebt – sowohl in der Schule als auch im Praktikum?

Bei der schulischen Grundbildung an der Benedict in Luzern hat mir besonders der lehrreiche Unterricht mit den engagierten Dozenten gefallen, die mich sehr gut auf den Beruf und das Qualifikationsverfahren vorbereitet haben. Selbst anspruchsvollere Abschnitte der integrierten Praxisteile (IPT) wurden von den externen Kursleitern verständlich und praxisnah vermittelt. Nach zwei Schuljahren konnte ich vieles aus der Theorie bereits im Praktikum an der Benedict Schule in Bern anwenden und gleichzeitig viele neue praktische Erfahrungen sammeln. Während des Praktikums war ich unter anderem für das Bearbeiten von Kundenverträgen, die Material- und Lagerbewirtschaftung sowie die Co-Kundenbetreuung im Bereich Handelsschule und Kader zuständig.

Was sind heute deine Hauptaufgaben an der Benedict in Bern?

Meine Hauptaufgaben umfassen den administrativen und operativen Support des Handels- und Kaderbereichs. Dazu gehören unter anderem das Erfassen von Ausbildungsverträgen, das Erstellen von Rechnungen, die Verwaltung von Kunden- und Notendossiers sowie die Organisation von Kursstarts und Diplomabschlüssen. Kurz gesagt, begleite ich gemeinsam mit der Bereichsleitung den gesamten Prozess von der Anmeldung bis zur Diplomfeier.

Was gefällt dir an deiner Tätigkeit?

Ich schätze es, dass meine Arbeit anspruchsvoll und facettenreich ist, da ich Freude an kniffligen Herausforderungen habe. So kann ich kontinuierlich dazulernen. Es ist weit mehr, als nur hinter dem Monitor zu sitzen und mit Kunden zu telefonieren. Weitere Pluspunkte sind, dass wir an der Benedict Bern ein gut eingespieltes und dynamisches Team sind. Auch die Lage in der Berner Altstadt ist einfach top, der tägliche Austausch mit den Kunden ist spannend und ich habe auch Freude daran, dass sich Benedict einen hervorragenden Namen im Bildungsbereich gemacht hat.

Stehen bei dir weitere Weiterbildungen an?

Ja, ich plane in absehbarer Zukunft noch den Lehrgang zum Betriebswirtschafter VSH Management und möglicherweise auch noch eine Weiterbildung mit eidgenössischem Fachausweis. In welche Richtung es genau gehen soll, wird sich noch herauskristallisieren.

Cedric Buschauer

Cedric Buschauer (7. Juli 2003 in Münsterlingen TG) hat seine Ausbildung zum Kaufmann EFZ an der Benedict Schule Luzern absolviert. Sein Praktikum, das Teil der Grundbildung ist, machte er an der Benedict Schule Bern, wo er bis heute arbeitet. Im Januar 2026 erlangte er an der BBS/BVS Business School das Höhere Wirtschaftsdiplom HWD VSH Management.

Häufig gestellte Fragen zum Höheren Wirtschaftsdiplom (HWD).

Wie lange dauert der HWD-Lehrgang?

Der Lehrgang dauert zwei Semester und kann wahlweise im Präsenzunterricht oder online absolviert werden.

Wird der HWD-Lehrgang vom Bund mitfinanziert?

Der HWD-Lehrgang kann dir nicht nur fachlich den Weg zu einem eidgenössischen Abschluss (z. B. Fachausweis) ebnen – er lohnt sich auch finanziell: Wenn du später zur entsprechenden eidgenössischen Prüfung antrittst, erhältst du vom Bund 50 % der Kurskosten des HWD-Lehrgangs rückerstattet. Informiere dich am besten im Voraus über die Voraussetzungen für Bundesbeiträge.

Was sind die Kursinhalte?

Rechnungswesen
Mittelflussrechnung (Kapitalflussrechnung), Cashflow-Berechnung, Finanz- und Liquiditätsplanung, Finanzplanung, Bilanz- und Erfolgsanalyse, Cashflow-Analyse, Kostenrechnung, Betriebsabrechnungsbogen (BAB), Deckungsbeitragsrechnung, Investitionsrechnung (dynamische und statische Verfahren), Forecasting, Controlling.

Prozessmanagement
Grundlagen des Prozessmanagements, Identifikation und Visualisierung von Prozessen, Prozessflussanalyse, Prozesserneuerung (Business Process Reengineering) vs. Prozessverbesserung (Kaizen bzw. KVP, Cycle Time etc.), Prozessdesign, Change Management.

Betriebswirtschaftslehre inkl. Volkswirtschaftslehre (VWL) und Recht
Grundlagen, Unternehmen und Umwelt, Ziele der betrieblichen Leistungserstellung, Zieldimensionen, Unternehmenspolitik und -führung, Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung.

Volkswirtschaftslehre
Wirtschaftskreislauf, quantitatives und qualitatives Wirtschaftswachstum, Konjunkturzyklus, Inflation, Arbeitslosigkeit, aussenwirtschaftliche Beziehungen, Wirtschaftsstrukturen und Strukturwandel, Beschäftigungspolitik, Wirtschaftsordnungen, Konzept von Angebot und Nachfrage, ökonomisches Prinzip.

Recht
Einführung mit Repetition, Aufbau der Rechtsordnung, Rechtsquellen, Zivilgesetzbuch (ZGB). Rechtsfragen im betrieblichen Alltag: allgemeines Vertragsrecht, Kaufvertrag, Mietvertrag, Handels- und Gesellschaftsrecht, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht, Wettbewerbs- und Produktehaftpflichtrecht.

Projektmanagement
Begriff, Aufbau- und Organisationsstrukturen (z. B. Matrixorganisation), Projektarten, Projektphasen (Initialisierung, Vorstudie, Konzept, Realisierung, Einführung, Nutzung), Projektdokumentation.

Marketing
Begriff, Entstehung und Aufgaben des Marketings, Marketing als Unternehmenspolitik, Marktsystem, Marktkennziffern, Teilmärkte und Marktsegmentierung, Marketingkonzept, Aufgaben und Methoden der Marktforschung, Elemente des Marketingmix, Zusammenarbeit mit Agenturen, Verkaufsprozesse und -planung.

Personalmanagement
Arbeitswelt, Leitbild, Unternehmens- und Personalpolitik, Personalgewinnung und -auswahl, Personalbedarfsermittlung, Leistung und Lohn, Motivationstheorien, Führungstechniken und -situationen, rechtliche Grundlagen des privaten Arbeitsvertrags sowie des öffentlichen Arbeitsrechts, Datenschutz.

Kommunikation, Verkaufs- und Verhandlungstechnik, Rhetorik
Grundlagen der Kommunikation, Einsatz von Kommunikationsmitteln, Rede-, Vortrags- und Präsentationstechniken, Konferenz- und Schulungsformen, Gesprächsführung und Rhetorik, Psychologie von Verkaufs- und Einkaufsgesprächen, Argumentations- und Fragetechniken, Reklamationsbehandlung.

Mit welchem Abschluss schliesst man ab?

Der Lehrgang wird mit dem Höheren Wirtschaftsdiplom HWD VSH Management abgeschlossen.

Kann man nach dem Abschluss auch einen Bachelor erlangen?

Ja! Das Höhere Wirtschaftsdiplom (HWD) wird an der BBS/BVS als erstes Bachelorjahr anerkannt. Du kannst den Bachelor of Arts in Business Administration in nur zwei weiteren Jahren erlangen.

Wo wird der HWD-Lehrgang angeboten?

Der Lehrgang zum Höheren Wirtschaftsdiplom (HWD) wird an allen Standorten der BBS/BVS angeboten – also in Zürich, Bern, Luzern und St. Gallen. Finde die nächsten Kursstarts in deiner Nähe hier.

Was sind die Zulassungsbedingungen?

Zugelassen sind Teilnehmende mit:

  • einer kaufmännischen Grundausbildung (Kauffrau/-mann EFZ),
  • einem Abschluss der Handelsschule (Bürofachdiplom VSH),
  • einer technischen oder gewerblichen Berufslehre mit kaufmännischer Zusatzausbildung (z. B. Bürofachdiplom),
  • oder mehrjähriger kaufmännischer Praxis.

Autor:in

Julia Martinez

Julia Martinez ist seit Februar 2022 als Digital Content Managerin an der Benedict in Zürich tätig. Bevor sie ihren Master of Arts in Publizistik erlangte, verdiente sie sich ihre Brötchen u.a. als Buchumschlagsgestalterin, als Bildredakteurin und im Filmverleih. Nach beruflichen Boxenstopps in den Bereichen Video, Text und Fotografie gab sie 2017 dem Schreiben endgültig das Ja-Wort. Sie freut sich auf deine Story für das BeneMagazin!

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