Wie entscheidend ist das Ergebnis im Multicheck? Darauf achten Lehrbetriebe.
Ein gutes Multicheck-Ergebnis kann die Chancen auf eine Lehrstelle verbessern – doch worauf achten Lehrbetriebe sonst noch? Reicht ein hoher Prozentwert im Multicheck aus? Und was passiert, wenn ein Bereich schlechter ausfällt? Dieser Artikel erklärt, wie das Multicheck®-Zertifikat gelesen wird und welche Rolle es im Bewerbungsprozess spielt.
Der Multicheck® ist nur ein Teil der Bewerbung.
Viele Jugendliche glauben, der Multicheck® entscheide allein über eine Zu- oder Absage. Tatsächlich betrachten die meisten Lehrbetriebe das Gesamtbild. Neben dem Resultat zählen unter anderem auch die Schulnoten, das Motivationsschreiben, der Lebenslauf sowie der persönliche Eindruck beim Schnuppern oder Vorstellungsgespräch. Ein sehr gutes Multicheck®-Ergebnis kann also Pluspunkte bringen – es ersetzt aber weder gute Schulnoten noch Motivation oder Engagement.
Worauf achten Lehrbetriebe besonders?
Je nach Beruf stehen unterschiedliche Fähigkeiten im Vordergrund.
Hier ein paar Beispiele:
- Kaufleute: Deutsch, Mathematik, Konzentration
- Informatik: Mathematik, Logik, räumliches Denken
- Gesundheitsberufe: Deutsch, Konzentration, Merkfähigkeit
- Detailhandel: Deutsch, Mathematik, Merkfähigkeit
- Technische Berufe: Mathematik, Logik, räumliches Vorstellungsvermögen
Deshalb ist nicht nur das Gesamtergebnis entscheidend. Viele Lehrbetriebe schauen sich die einzelnen Kompetenzbereiche genauer an.
Gut zu wissen.
«Viele Betriebe verlangen bei der Lehrstellenbewerbung einen Eignungstest. Wichtig sind jedoch auch deine Bewerbungsunterlagen sowie dein Verhalten beim Vorstellungsgespräch oder in einer Schnupperlehre. Sieh einen solchen Test als Chance an!», so das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich.
- Nicht alle Lehrbetriebe verlangen einen Eignungstest.
- Vor der Anmeldung immer prüfen, welcher Test akzeptiert wird (z. B. Multicheck® oder Basic Check®).
- Eignungstests ergänzen Schulzeugnisse – sie ersetzen diese nicht.
- Schulwissen und kognitive Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt.
- Offizielle Übungstests helfen bei der Vorbereitung.
- Auch mit einem durchschnittlichen Resultat bestehen gute Chancen auf eine Lehrstelle.
Ist ein schlechter Teilbereich ein Problem?
Ein etwas tieferes Ergebnis in Englisch muss beispielsweise kein Nachteil sein, wenn sich jemand für einen handwerklichen Beruf bewirbt. Umgekehrt spielt Mathematik bei technischen Berufen häufig eine grössere Rolle. Wichtig ist deshalb, das Resultat immer im Zusammenhang mit dem gewünschten Beruf zu betrachten.
Gibt es beim Multicheck® eine Mindestpunktzahl?
Jeder Lehrbetrieb entscheidet selbst, welche Resultate für die ausgeschriebene Lehrstelle erwartet werden. Manche Unternehmen verlangen sehr gute Ergebnisse, andere betrachten den Multicheck® eher als zusätzliche Orientierung. Deshalb lohnt es sich auch mit einem durchschnittlichen Resultat, Bewerbungen einzureichen.
Was tun, wenn das Resultat schlechter ausfällt?
Ein unerwartetes Ergebnis bedeutet nicht automatisch das Ende der Lehrstellensuche.
Mögliche Schritte:
- Das Zertifikat analysieren
- Schwächen gezielt trainieren
- Den Multicheck® innerhalb der Testperiode einmal wiederholen
- Zusätzliche Praxiserfahrung durch Schnupperlehren sammeln
- Weiterhin Bewerbungen schreiben
Da viele Lehrbetriebe Bewerberinnen und Bewerber schätzen, die Einsatz zeigen und sich verbessern möchten, kann das Multicheck®-Zertifikat im Vorstellungsgespräch helfen. Wer beispielsweise erklären kann, warum ein Bereich besonders gut gelungen ist oder woran aktuell gearbeitet wird, hinterlässt oft einen positiven Eindruck.
Checkliste für den Multicheck®.
- Abklären, ob für die gewünschte Lehrstelle ein Eignungstest verlangt wird – und welcher (z. B. Multicheck® oder Basic Check®).
- Den Test frühzeitig buchen – zum Beispiel an der Benedict Schule. Beliebte Termine sind oft schnell ausgebucht.
- Die Kosten mit den Eltern besprechen und die Anmeldung rechtzeitig abschliessen.
- Prüfen, was am Testtag mitgebracht werden muss (Ausweis, Zahlungsbestätigung oder weitere Unterlagen).
- Den Schulstoff in den relevanten Fächern nochmals wiederholen und bei Unklarheiten die Lehrperson fragen.
- Datum, Uhrzeit und Testort notieren und die Anreise im Voraus planen.
- Am Testtag genügend Zeit einplanen und genug früh eintreffen.
- Vor dem Test einige Beispielaufgaben oder Übungstests lösen, um den Aufbau und die Fragetypen kennenzulernen.
Noch keine Lehrstelle gefunden?
Ein durchschnittliches oder sogar unterdurchschnittliches Multicheck®-Ergebnis bedeutet nicht das Ende der Lehrstellensuche. Neben der klassischen Berufslehre gibt es weitere Wege zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Die Benedict Schule bietet in Zürich, Luzern und St. Gallen schulisch organisierte Berufsbildungen an, die ebenfalls zu einem anerkannten EFZ führen.
Das Gesamtbild ist ausschlaggebend.
Der Multicheck® ist ein wichtiges Element der Lehrstellenbewerbung – aber längst nicht das einzige. Lehrbetriebe achten auf das Gesamtbild und berücksichtigen neben den Testergebnissen auch Schulnoten, Motivation und persönliche Eindrücke. Wer sich gut vorbereitet und sein Resultat richtig einordnet, verbessert seine Chancen auf eine passende Lehrstelle deutlich.
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