Multicheck üben: So bereitest du dich optimal auf jede Testkategorie vor.

Der Multicheck prüft weit mehr als Schulwissen. Neben Mathematik, Deutsch und Englisch werden auch logisches Denken, Konzentration und weitere Fähigkeiten getestet. Die gute Nachricht: Viele Aufgaben lassen sich gezielt trainieren. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du jede Testkategorie effizient übst und welche Fehler du vermeiden solltest.

    Was ist der Multicheck?

    Der Multicheck ist ein Eignungstest, der von vielen Lehrbetrieben im Bewerbungsprozess verlangt wird. Je nach Beruf werden verschiedene Fähigkeiten geprüft – darunter Mathematik, Deutsch, Englisch, logisches Denken, Konzentration und weitere Kompetenzen. Das Resultat hilft den Lehrbetrieben dabei, Bewerberinnen und Bewerber besser miteinander zu vergleichen.

    Die wichtigsten Facts zum Multicheck

    • Testdauer: Je nach Eignungsanalyse 1,5 bis 3,5 Stunden.
    • Kosten: Je nach Test zwischen 60 und 100 Franken
    • Resultat: In der Regel nach 2 bis 3 Tagen
    • Testcenter: Schweizweit, unter anderem an den Benedict Schulen in Zürich, Luzern und St. Gallen
    • Wiederholung: Maximal zwei Durchführungen pro Testperiode
    • Testperiode: Von Mitte Mai bis Anfang Mai des folgenden Jahres
    • Anmeldung: Online über gateway.one.
    • Üben: Auf gateway.one stehen kostenlose Beispielaufgaben und Übungstests zur Verfügung.

    Mathematik – Sicher rechnen unter Zeitdruck.

    Der Mathematikteil prüft vor allem Grundlagen aus dem Schulunterricht. Dabei geht es weniger um komplizierte Rechnungen als darum, Aufgaben korrekt und möglichst effizient zu lösen. Wer regelmässig übt, gewinnt mit der Zeit an Sicherheit und Geschwindigkeit.

    Typische Aufgaben:

    • Prozentrechnen: Wie viel sind 15 % von 240?
    • Brüche: Brüche addieren oder kürzen (1/4 + 2/4)
    • Dreisatz: 5 Hefte kosten 15 Franken – was kosten 8 Hefte?
    • Flächen und Volumen: Die Fläche oder das Volumen berechnen (Was ist das Volumen eines Würfels mit 4 cm Kantenlänge?)
    • Textaufgaben: Für ein Rezept werden 250 g Mehl für 4 Personen benötigt. Wie viel Mehl braucht es für 6 Personen?

    So bereitest du dich vor:

    • Kopfrechnen trainieren.
    • Zeitlimiten setzen.

    Tipp: Nicht jede Aufgabe ist besonders schwierig – häufig entscheidet die Geschwindigkeit darüber, wie viele Aufgaben innerhalb der vorgegebenen Zeit gelöst werden können. Trotzdem lohnt es sich, jede Aufgabe sorgfältig zu lesen. Flüchtigkeitsfehler oder vorschnelles Rechnen kosten oft unnötige Punkte.

    Deutsch – Sprache sicher anwenden.

    Im Deutschteil geht es nicht nur um die Rechtschreibung. Auch Grammatik, Wortschatz und das Verständnis von Texten werden geprüft. Wer regelmässig liest und sich mit der deutschen Sprache beschäftigt, verbessert seine Sprachkompetenz ganz automatisch.

    Typische Aufgaben:

    • Grammatik: Den richtigen Fall oder die passende Verbform wählen (z. B. «Ich danke ___ Lehrer.» – dem oder den?)
    • Satzbau: Wörter in die richtige Reihenfolge bringen (z. B. aus «morgen / ich / gehe / einkaufen» einen korrekten Satz bilden).
    • Wortbedeutungen: Das passende Synonym finden (z. B. «rasch» = «schnell»).
    • Leseverständnis: Einen kurzen Text lesen und Fragen zum Inhalt beantworten.

    So gelingt die Vorbereitung:

    • Rechtschreibung und Grammatik wiederholen.
    • Bücher, Zeitungen oder Online-Artikel lesen.
    • Diktate schreiben.
    • Unbekannte Wörter nachschlagen und den Wortschatz erweitern.

    Tipp: Regelmässiges Lesen ist eine der besten Vorbereitungen. Wer täglich ein paar Seiten liest und dabei auf Schreibweise, Satzbau und Wortschatz achtet, verbessert sein Sprachgefühl ganz nebenbei.

    Englisch – Grundlagen sicher beherrschen.

    Im Englischteil werden vor allem grundlegende Sprachkenntnisse geprüft. Dazu gehören Wortschatz, Grammatik und das Verständnis einfacher Texte. Wer regelmässig Englisch liest oder hört, verbessert seine Kenntnisse oft ganz nebenbei.

    Typische Aufgaben:

    • Häufige Wörter: Das passende deutsche Wort zu «window» oder «holiday» finden.
    • Einfache Grammatik: Die richtige Verbform einsetzen (z. B. «She ___ to school every day.» – goes oder go?).
    • Kurze Texte: Einen kurzen englischen Text lesen und Fragen zum Inhalt beantworten.
    • Synonyme: Wörter mit ähnlicher Bedeutung erkennen (z. B. «big» = «large»).

    So gelingt die Vorbereitung:

    • Englischen Wortschatz regelmässig wiederholen.
    • Einfache Grammatik üben.
    • Englische Texte lesen.
    • Lern-Apps oder Karteikarten nutzen.

    Tipp: Bereits 10 bis 15 Minuten Englisch pro Tag bringen oft mehr als eine lange Lerneinheit kurz vor dem Test. Auch Filme, Serien oder Podcasts auf Englisch sind eine gute Möglichkeit, den Wortschatz im Alltag zu erweitern.

    Logisches Denken – Muster erkennen und Zusammenhänge verstehen.

    Im Bereich logisches Denken geht es nicht um Schulwissen, sondern darum, Zusammenhänge zu erkennen und Aufgaben systematisch zu lösen. Viele empfinden diesen Testteil zunächst als schwierig. Mit etwas Übung lassen sich die verschiedenen Aufgabentypen jedoch gut meistern.

    Typische Aufgaben:

    • Zahlenreihen: Welche Zahl folgt auf 2, 4, 8, 16, ...?
    • Figurenreihen: Welche Figur ergänzt die Reihe sinnvoll?
    • Analogien: Hand verhält sich zu Handschuh wie Fuss zu ...?
    • Muster erkennen: Welche Form oder welches Symbol passt als Nächstes?

    So gelingt die Vorbereitung:

    • Zahlen- und Figurenreihen üben.
    • Knobel- und Logikaufgaben lösen.

    Tipp: Gerade beim logischen Denken macht regelmässiges Üben den Unterschied. Mit der Zeit entwickelt sich ein Gespür für wiederkehrende Muster und typische Lösungsstrategien.

    Konzentration – auch unter Zeitdruck den Überblick behalten.

    Im Konzentrationstest kommt es darauf an, auch unter Zeitdruck genau zu arbeiten. Oft sind die Aufgaben an sich nicht schwierig – entscheidend ist, aufmerksam zu bleiben und Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden.

    So gelingt die Vorbereitung:

    • Aufgaben unter Zeitdruck lösen: 20 Aufgaben in fünf Minuten bearbeiten.
    • Ablenkungen vermeiden: Handy ausschalten und in einer ruhigen Umgebung lernen.
    • Ausreichend schlafen: Wer ausgeruht ist, kann sich besser konzentrieren.
    • Kurze Lernblöcke einplanen: Nach der Pomodoro-Methode 25 Minuten lernen, danach eine kurze Pause machen.

    Tipp: Konzentration lässt sich trainieren. Lieber regelmässig kurze, fokussierte Lerneinheiten einplanen als mehrere Stunden ohne Pause zu lernen.

    Merkfähigkeit – Informationen schnell aufnehmen und behalten.

    Im Bereich Merkfähigkeit geht es darum, sich Informationen für kurze Zeit einzuprägen und anschliessend korrekt wiederzugeben. Mit einfachen Übungen lässt sich das Kurzzeitgedächtnis gezielt trainieren.

    Trainingsideen:

    • Zahlenfolgen merken: 7 – 3 – 9 – 1 – 5 nach wenigen Sekunden auswendig wiedergeben.
    • Bilder einprägen: Eine Abbildung 30 Sekunden anschauen und danach möglichst viele Details aufzählen.
    • Memory spielen: Gleiche Kartenpaare möglichst schnell finden.
    • Gedächtnisübungen im Alltag: Die Einkaufsliste ohne Notizzettel merken.

    Tipp: Schon wenige Minuten Gedächtnistraining pro Tag können helfen. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern regelmässiges Üben.

    Räumliches Denken – Formen und Objekte im Kopf vorstellen.

    Das räumliche Vorstellungsvermögen spielt vor allem bei technischen, handwerklichen und gestalterischen Berufen eine wichtige Rolle. Dabei geht es darum, Objekte gedanklich zu drehen, zu spiegeln oder aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

    Typische Aufgaben:

    • Würfelnetze: Welches Würfelnetz ergibt einen geschlossenen Würfel?
    • Figuren drehen: Welche Figur entsteht nach einer Drehung um 90 oder 180 Grad?
    • Spiegelungen: Wie sieht eine Figur aus, wenn sie an einer Achse gespiegelt wird?
    • 3D-Aufgaben: Welche Ansicht zeigt einen Körper von oben oder von der Seite?

    So gelingt die Vorbereitung:

    • Würfelnetze ausschneiden und zusammenfalten.
    • Rätsel zu Drehungen und Spiegelungen lösen.
    • 3D-Puzzles oder Bauklötze verwenden.
    • Kostenlose Online-Übungen zum räumlichen Denken nutzen.

    Tipp: Räumliches Denken lässt sich gut trainieren. Besonders hilfreich sind Übungen mit Würfelnetzen oder Aufgaben, bei denen Figuren gedanklich gedreht oder gespiegelt werden. Wer zusätzlich mit Lego®, Bauklötzen oder 3D-Puzzles arbeitet, schult sein räumliches Vorstellungsvermögen ganz nebenbei.

    Eine gute Vorbereitung lohnt sich.

    Wer die verschiedenen Testbereiche kennt und regelmässig übt, startet mit mehr Sicherheit in den Multicheck und kann seine Leistung gezielt verbessern. Auf der offiziellen Multicheck-Website stehen zudem kostenlose Beispielaufgaben und Übungstests zur Verfügung, mit denen sich der Aufbau und die verschiedenen Fragetypen kennenlernen lassen.

    Es gibt mehr als einen Weg zum EFZ.

    Nicht jede berufliche Laufbahn beginnt mit einer klassischen Berufslehre. Schulisch organisierte Berufsbildungen bieten eine anerkannte Alternative und führen ebenfalls zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Die Benedict Schule bietet entsprechende Ausbildungen in Zürich, Luzern und St. Gallen an.

    Grundbildungen bei Benedict.

    Häufig gestellte Fragen zum Multicheck.

    Was ist der Multicheck?

    Der Multicheck ist ein computergestützter Eignungstest und liefert eine objektive Einschätzung, wie stark jemand für einen bestimmten Beruf geeignet ist.

    Was wird beim Multicheck geprüft?

    Es werden schulisches Wissen (Deutsch, Englisch, Mathematik), kognitive Fähigkeiten (Logik, Kurzzeitgedächtnis, Merkfähigkeit, Vorstellungsvermögen, Konzentration) und berufsspezifische Fähigkeiten geprüft.

    Welche berufsspezifischen Tests gibt es?

    Es gibt acht verschiedene Tests:

    • Attest (EBA)
    • Detailhandel und Service
    • Gesundheit und Soziales
    • Gewerbe
    • ICT
    • Media und Design
    • Technisch
    • Wirtschaft und Administration

    Kann man Probetests machen?

    Ja, auf gateway.one kannst du kostenlose Probeeignungstests so oft wiederholen, wie du möchtest.

    Wo kann ich den Multicheck machen?

    Du kannst diesen in einem anerkannten Testcenter – zum Beispiel an der Benedict Schule in Zürich, Luzern und St. Gallen. Weitere Testcenter findest du auf gateway.one.

    Wie viel kostet der Multicheck?

    Je nach Multicheck kostet dieser zwischen 60 und 100 Franken.

    Wann erhalte ich die Resultate?

    Die Auswertung erhältst du nach 2 bis 3 Tagen.

    Kann ich den Test wiederholen, falls ich nicht bestanden habe?

    Ja, du kannst den Multicheck pro Testperiode zweimal wiederholen (kostenpflichtig). Die Testperiode geht jeweils von Mitte Mai bis Anfang Mai des nächsten Jahres.

    Wo kann ich mich für den Test anmelden?

    Du kannst dich online auf gateway.one anmelden.

    Welches Unternehmen entwickelte den Multicheck?

    Hinter dem Multicheck steht die Multicheck AG, eine Schweizer Personaldienstleistungsfirma, die 1996 gegründet wurde. Im 2012 öffnete die Multicheck AG das Karriereportal GATEWAY, das nebst dem Multicheck weitere Dienstleistungen im Bereich Berufsbildung anbietet.

    Autor:in

    Julia Martinez

    Julia Martinez ist seit Februar 2022 als Digital Content Managerin an der Benedict in Zürich tätig. Bevor sie ihren Master of Arts in Publizistik erlangte, verdiente sie sich ihre Brötchen u.a. als Buchumschlagsgestalterin, als Bildredakteurin und im Filmverleih. Nach beruflichen Boxenstopps in den Bereichen Video, Text und Fotografie gab sie 2017 dem Schreiben endgültig das Ja-Wort. Sie freut sich auf deine Story für das BeneMagazin!

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